Töpfchen – Ab wann und wie daran gewöhnen?

Töpfchen - ab wann und wie daran gewöhnen

Die meisten Eltern können das Ende der Windel-Ära kaum erwarten und betrachten den Gang auf das Töpfchen als Meilenstein in der Entwicklung des Kindes, da es im Allgemeinen das Ende des ständigen Wickelns bedeutet. Doch nur einige Eltern sind sich darüber bewusst, dass Gewöhnung an das Töpfchen ein längerer Prozess ist. Zwar gibt es Kinder, die innerhalb kurzer Zeit keine Windeln mehr benötigen, doch die meisten benötigen dazu ein paar Monate. Die Nachtwindel wird dabei meist am längsten getragen. Die besten Aussichten auf Erfolg haben Eltern und Kind, wenn sich mit den wesentlichen Möglichkeiten und Aspekten, die mit dem Trockenwerden einhergehen, vertraut gemacht wird.

Meist beginnen Eltern mit dem Töpfchen-Training, wenn das Kind etwas älter als zwei Jahre ist. Dabei muss berücksichtigt werden, dass einige Kinder bis zu ihrem dritten oder vierten Lebensjahr noch nicht dazu bereit sind, die Windeln gegen das Töpfchen zu tauschen. Es ist ratsam, die ersten Anzeichen des Kindes wahrzunehmen, beispielsweise, wenn es damit beginnt, die WC-Gepflogenheiten der Eltern zu kopieren. Beim Training ist es zudem sehr wichtig, dass niemals Druck auf das Kind ausgeübt wird. Es wird den Schritt alleine gehen, wenn es dazu bereit ist.

Das passende Töpfchen

Mit zu den wichtigsten Investitionen zählt natürlich das passendes Töpfchen oder auch ein Kinder-Toilettenaufsatz. Ganz egal wofür man sich entscheidet, Eltern sollten sich immer vergewissern, dass das Töpfchen stabil ist. So hat das Kind die Möglichkeit, dies auch allein benutzen zu können, ohne dass es umfällt oder das Kind herunterfallen kann. Auch Toilettensitze müssen fest montiert werden. Um dem Kind den Vorgang zu veranschaulichen, können ihm auch Bilderbücher oder kurze Videos zum Thema gezeigt werden.

Töpfchen - ab wann und wie daran gewöhnen
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Routine schaffen und schönen Ort auswählen

Beim Töpfchentraining ist es in der Anfangszeit wichtig, eine Routine zu schaffen, um das Kind an das Töpfchen zu gewöhnen. Man kann das Kind auch einfach einmal angezogen auf das Töpfchen setzen, denn das Kind lernt so, dass es ein Teil der täglichen Routine ist. Möchte das Kind nicht sitzen bleiben, ist das ok, denn es sollte niemals dazu gezwungen werden. Eltern dürfen das Thema Töpfchen dem Kind gegenüber nie dramatisieren, denn das verängstigt das Kind. In diesem Fall sollte das Töpfchen weggeräumt und zu einem späteren Zeitpunkt erneut versucht werden. Eltern sollten sich von niemanden dazu drängen lassen, das Kind trocken zu bekommen.

Als Alltagsgegenstand begreifen

Wenn das Kind gern auf dem Töpfchen sitzt, ist das klasse. In dieser Zeit sollten Eltern dem Kind nicht versuchen zu erklären, weshalb es dort sitzt, denn zuerst muss das Kind nur begreifen, dass dieser Gegenstand benutzt werden kann. Das Töpfchen sollte an einem angenehmen Platz stehen, der dem Kind gefällt. Hat das Kind begriffen, was es damit auf sich hat, dann ist das prima. Falls dies noch nicht der Fall ist, sollte es nicht gedrängt werden. Warten Sie einfach ab, um später erneut einen Zeitpunkt zu finden, ihm die Vorteile des Töpfchens näher zu bringen.

Unabhängigkeit fördern und liebevoll auf Missgeschicke reagieren

Eltern sollten das Kind immer ermutigen, das Töpfchen allein aufzusuchen. Wenn es warm genug ist und sich das Töpfchen in der Nähe befindet, kann das Kind ohne Hose und Windel spielen. Eltern können dem Kind dabei erzählen, dass es zu jedem Zeitpunkt das Töpfchen besuchen kann und das Kind wird verstehen, dass es dadurch mehr Freiraum erlangt.

Beim Trockenwerden passieren aber beinahe jedem Kind auch kleine Missgeschicke, was ganz normal ist. Es kann passieren, dass mal etwas in die Hose geht, sowohl am Tag, als auch in der Nacht. Eltern sollten darauf nie wütend reagieren oder das Kind unter Druck setzen, sondern immer geduldig und ruhig bleiben. Auch wenn das Kind tagsüber das Töpfchen oder die Toilette benutzt, wird es vielleicht noch einige Zeit benötigen, um auch in der Nacht trocken zu sein. Denn es besteht die Möglichkeit, dass das Kind vielleicht noch zu klein ist und für den Gang auf die Toilette nicht wach wird. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, Nachts noch auf die Windeln zurückzugreifen und sie zunächst nur am Tag wegzulassen.

Dem Kind sollte zusätzlich erklärt werden, dass es nachts auch die Eltern wecken kann, damit diese das Kind auf die Toilette oder das Töpfchen begleiten. Ist das Kind bereit dafür, sich von den Windeln zu verabschieden, dann wird es dies auch tun. Eltern sei also geraten, auf diesen Zeitpunkt zu warten, denn Kinder haben beim Trockenwerden ihre eigene Geschwindigkeit, die immer berücksichtigt werden sollte.

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